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Mährisch-Schlesische Region - offizieller Reiseführer

Johann Amos Comenius

Prediger der Unität der Böhmischen Brüder, Theologe und Reformator, der nach der Niederlage der böhmischen Stände das Land verlassen musste.  Im Exil war er unter anderem mit Rembrandt, einem der größten Maler aller Zeiten, befreundet, und Kardinal Richelieu wandte sich an ihn mit der Bitte, in Frankreich ein neues Schulsystem einzuführen.
Dem „Lehrer der Nationen“ ist das Johann-Amos-Comenius-Denkmal in Fulnek gewidmet. Unweit des Schlosses ist eine Anhöhe, wo J. A. Comenius seine Schüler draußen in der Natur unterrichtete.  Heute wird der Ort „Schülerhain“ (Žákovský háj) genannt und kann besichtigt werden. Sie finden hier einen Lehrpfad mit Informationstafeln, das J.-A.-Comenius-Denkmal und ein kleines Amphitheater, wo der eigentliche Unterricht stattfand.

In Fulnek begann Comenius seine Laufbahn als Priester und Reformator. Nach seinem Studium in Heidelberg und kurzem Wirken in Prag wurde der frisch geweihte Priester zum Rektor der Fulneker Schule und Prediger der Unität der Böhmischen Brüder ernannt. Hier lernte er seine spätere Gemahlin Magdalena Vizovská kennen.

J. A. Comenius, der sich zwar als Europäer fühlte, im Herzen jedoch immer ein Mähre geblieben war, schrieb bei seinem Aufenthalt in Mähren eines seiner berühmtesten Werke, das Dokument „Listové do nebe“ – eine Kritik der sozialen Ungerechtigkeit. Hier erstellte er auch eine der ersten Karten von Mähren. Nach der Niederschlagung des böhmischen Ständeaufstandes hielt er sich an mehreren Orten in Böhmen versteckt. In dieser Zeit erkrankten seine Frau und die beiden gemeinsamen Kinder, die in Fulnek bleiben mussten, an der Pest und starben. Seine wertvollen Bücher, die in Fulnek in der Rathausbibliothek aufbewahrt wurden, wurden vom Kapuzinermönch Bonaventura verbrannt.

Zunächst emigrierte er in die polnische Stadt Leszno, wo er weitere Werke in tschechischer Sprache verfasste und die Reform des böhmischen Schulsystems vorbereitete. Er wurde sogar persönlich von Kardinal Richelieu eingeladen, um das französische Schulwesen zu reformieren. Da der Kardinal jedoch in der Zwischenzeit verstarb, hat diese Reise nach Frankreich nie stattgefunden.

Die letzten vierzehn Jahres seines Lebens verbrachte er in Amsterdam, wo er unter anderem mit Rembrandt befreundet war. 

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Heimat des berühmten Theologen und Pädagogen Johann Amos Comenius
Fulnek
Das Denkmal wurde zu Ehren des „Lehrers der Nationen“ errichtet.
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