Freiheitsgärten in Opava
Die Einwohner von Opava genossen die Obstgärten und Parks der Stadt schon Ende des 18. Jahrhunderts. Damals begann der aufgeklärte Bürgermeister Jan Josef Schössler, einen Grüngürtel um das Stadtzentrum zu fördern. Diese Parks zum Spazieren im Grünen nannte man „Kiosks“. Die ersten entstanden an der Stelle der Wehrgräben und Stadtmauern und bildeten nach und nach einen grünen Ring um das gesamte historische Zentrum.
Einer der Parks der Stadt sind die Freiheitsgärten (Sady svobody), in denen dunkelrote Buchen- und Ahornsorten ins Grün leuchten. Die Kombination dieser Farben zusammen mit den violett blühenden Fliedern geht auf die Mode der Jugendstilzeit zurück. Die Gärten beherrscht die Plastik Nová Opava des Bildhauers Vincenc Havel aus dem Jahr 1958. Ursprünglich standen auf dem massiven Sockel dieser Statue jedoch Kaiser Joseph II. und der Dichter Friedrich Schiller.
Zu den Freiheitsgärten gehören eine hundertjährige Ahornallee, die zur Statue Nová Opava führt, und eine Eibe, die vor dem Haus von Karel Schinzel steht. Dieser gebürtige Bewohner des nahen Rýmařov gilt als Entdecker des Farbfotografieverfahrens. Die Dominante des Parks ist der Ptačí vrch (Vogelberg), ein Überrest der Artilleriebastion und des städtischen Verteidigungssystems. Heute ist er vor allem für die Plastiken von Kurt Gebauer bekannt.
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