Barocke Schätze in Fulnek

Fulnek ist nicht nur die Stadt von Jan Amos Comenius, dem Lehrer der Nationen. Es ist auch ein Juwel der Barockarchitektur des Mährischen Kuhländchens und eigentlich ganz Mährens. Der Barock beeindruckt die Besucher nicht nur durch die vielen Gebäude, sondern auch durch die Statuen, die Sie bei einem Spaziergang durch die Stadt sehen.

Den Reiz des Barocks können Sie zum Beispiel auf dem Gelände der Dreifaltigkeitskirche bewundern. Die Kirche wurde so solide gebaut, dass sie keine größeren Reparaturen benötigte und dadurch von späteren Umbauten verschont blieb. Deshalb ist sie bis heute in ihrer ursprünglichen barocken Gestalt erhalten.

Ein weiteres Barockgebäude ist das Kapuzinerkloster auf dem Gelände der Kirche des hl. Josef. Das 1674 errichtete Kloster wurde im Geist einer strengen Ordensgemeinschaft und franziskanischer Armut gebaut. Die Zellen, in denen die Brüder lebten, waren von minimaler Größe und die Kirchen wurden ohne Türme errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs besetzte die deutsche Armee das Kloster, nach dem Krieg lebten die Ordensleute jedoch weiter dort. Erst in den 1950er Jahren wurde das Gelände des Kapuzinerklosters von der Staatssicherheit belegt und die Mönche wurden interniert. Eine Zeit lang lebten hier Nonnen aus mehreren verschiedenen Klöstern, später diente es jedoch als Möbellager und danach als Gemüselager. Und es verfiel. Heute kann das Kloster besichtigt werden und eine Dauerausstellung erzählt die Geschichte seiner bewegten Vergangenheit. Zum Areal gehört auch die Friedhofskapelle des hl. Rochus und des hl. Sebastian.

Barock ist auch der Brunnen des Jan Sarkander auf dem Platz Jan Amos Comenius, ebenso wie der Knurr-Palast in der Ecke des Platzes. In einem weiteren Barockgebäude, das als Vila Loreta bekannt ist, befindet sich ein Kinderheim.

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